Das Internet ist ein weltweites öffentliches Netz aus Tausenden von Einzelnetzen und Millionen von Teilnehmern, die fehlertolerant kommunizieren und Dienste wie elektronische Post und Webpublikation teilen. Es ist in den 60er Jahren als sicheres Kommunikationsmedium für militärische Zwecke entstanden. In den 70er und 80er Jahren diente es vor allem der schnellen Kommunikation unter Hochschulangehörigen. Auf breiter Ebene durchgesetzt hat es sich erst in den 90er Jahren, in denen es zum schnellen und benutzerfreundlichen Medium für jedermann wurde. Seine kommerzielle Bedeutung nimmt immer noch zu. Um nur ein Beispiel zu nennen: Merrill Linch Financial Services kommunizieren mit Zehntausenden von Finanzberatern und Kunden über das Internet und sparen so Tausende von Tonnen Papier pro Jahr. Das Internet hat eine Vielfalt portabler Werkzeuge hervorgebracht, die man nicht nur im Internet, sondern auch abteilungs- oder unternehmungsweit nutzen kann. Ein privates Netz, das Internet-Technologien lokal nutzt, heisst Intranet.
Zusammenfassend weisen Internet und Intranet die folgenden Vorteile auf:
Sie sind benutzerfreundlich. Endbenutzer kommunizieren in erster Linie über bedienerfreundliche hypermediale Web Browser wie MS Internet Explorer. und Netscape Navigator.
Offene Frontend-Software - vor allem der Web Browser und E-Mail-Programme - sowie Web Server-Software fördern die Plattformunabhängigkeit.
Die gut dokumentierte Internet-Technologie sowie portable und kostengünstige Werkzeuge steigern die Entwicklungsproduktivität.
Das World Wide Web (WWW) ist eine benutzerfreundliche Oberfläche, die Endbenutzern die wichtigsten Internet-Dienste hypermedial anbietet. Seine Grundlagen wurden 1989 am CERN in Genf gelegt. 1993 wurde der erste Web Browser am nationalen US-Hochleistungsrechenzentrum entwickelt. Zu den populärsten Diensten des Internet gehören ...
die elektronische Post (EMail)
die Publikation von Dokumenten
die Diskussion in Gruppen (News Groups)
der Datentransfer (vor allem mit FTP, dem File Transfer Protocol)
Die Einrichtung eines Web-Arbeitsplatzes ist einfach. Neben einem LAN- oder Modemanschluss ist ein Vertrag mit einem Internet Service Provider (ISP) erforderlich, der den Client an einen Web Server anschliesst. Ein Modem (Modulator und Demodulator) ist ein Gerät, das zwischen analogen Telefon- und digitalen Computersignalen konvertiert. Als internes Modem ist es eine PC-Steckkarte. Als externes Modem ist es über einen Stecker an die serielle Schnittstelle des Rechners anschliessbar. Ziel beider Modemarten ist es, die Verbindung mit einem anderen Modem aufzunehmen, die Übermittlungsgeschwindigkeit zu wählen und die Verbindung wieder abzubrechen.
Als Alternative zum analogen Modem bieten sich leistungsfähigere Anschlüsse an, zum Beispiel ein ISDN-Anschluss an. ISDN (Integrated Services Digital Network) ist ein öffentliches Basisnetz, das verschiedene Telecom-Dienste integriert. Dazu gehören vor allem das Telefon, die Übertragung von multimedialen Daten, Videokonferenzen und Bildschirmtext.
Die schnelle und sichere Kommunikation zwischen Clients und Servern erfordert eine Vielfalt von Protokollen (Kommunikationsübereinkünften). Ein wichtiges Protokoll regelt die Adressierung von Internet-Teilnehmern durch sogenannte URLs. Eine URL (Uniform Resource Locator) kennzeichnet den Standort einer Webseite eindeutig. Am Beispiel der URL http :// www.wwz.unibas.ch / wi / home.htm der Homepage der Abteilung Wirtschaftsinformatik des WWZ der Universität Basel führen wir die Komponenten einer URL ein:
http (Hypertext Transfer Protocol) ist eine Konvention zur Formatierung, Übertragung und Interpretation von Nachrichten auf dem World Wide Web. Wenn Sie zum Beispiel Ihrem Browser eine URL mitteilen, dann überträgt der Browser einen http-Befehl an den entsprechenden Webserver. Dieser sucht die adressierte Webseite und überträgt Sie an Ihren Browser. Einen weiteren wichtigen Standard des World Wide Web beschreibt das Thema HTML.
www.wwz.unibas.ch (WWW-Seiten des WWZ der Universität Basel, CH) ist eine sogenannte Domäne (domain). Eine Domäne bezeichnet eine Reihe von Computern und anderen Geräten mit einem gemeinsamen Adressbereich. wwz.unibas.ch ist zum Beispiel der WWW-Adressbereich aller dem Internet angeschlossenen Geräte des Wirtschaftswissenschaftlichen Zentrums (WWZ), das seinerseits zur Domäne der Universität Basel (unibas), Schweiz (ch) gehört. Ein Domänenname ist in der Regel hierarchisch aufgebaut: Das WWZ ist Teil der Domäne unibas.ch und unibas.ch ist Teil der Domäne ch (aller Schweizer Organisationen, welche dem Internet angeschlossen sind). In amerikanischen Adressen stehen statt eines Ländercode wie ch Abkürzungen wie com (commercial business), edu (educational institution) oder gov (government agencies).
Domänen kommen auch in E-Mail-Adressen vor. Die E-Mail-Adresse Fritz.Meier@unibas.ch bedeutet zum Beispiel, dass Fritz Meier seine Post auf einem Konto eines Rechners der Universität Basel (unibas.ch) abholt
wi ist das Webserver-Verzeichis, das die Dateien der Abteilung Wirtschaftsinformatik des WWZ enthält.
Gralla, P., How the Internet works, QUE 1999, 324 S. (farbiges Bilderbuch, das sehr anschaulich die wichtigsten Hardware- und Softwareaspekte des Internets einfach erklärt)
Net Learn, The Robert Gordon University, Aberdeen (Fülle von Verweisen auf On Line- und Off Line-Lernmaterialien zum Internet)
webTeacher, National Cable Television Association/TECH CORPS, USA (anschauliche elementare Einführung in das Internet in browsergestützter und gedruckter Form)